Die größten Wasserfälle und der höchste „Berg“ Ghanas: Vor zwei Wochen ging es für uns nach Hohoe, eine kleine Stadt nahe der Grenze zu Togo. Die erste Nacht im Westen Ghanas verbrachten wir damit uns mental auf den nächsten Tag vorzubereiten, denn dieser sollte nicht einfach werden…
Unser erstes Ziel sollte am nächsten Morgen das Monkey Sanctuary sein, wo etwa 100 der „Wahren Monameerkatzen“ leben. Diese Affenart kommt auf der gesamten Welt ausschließlich in diesem Schutzgebiet vor. Es dauerte nicht lange bis die ersten Affen auf uns zukamen und nach bereits zehn Minuten war unser Bananenvorrat aufgebraucht und die Mägen der Affen gefüllt.
Motiviert und mit reichlich Essen bepackt ging es im Anschluss zu den über 80m hohen Wasserfällen. Natürlich entschieden wir uns für die fünf- und nicht dreistündige Wanderung…klar…Der sechzehn jährige Joseph wurde uns als Guide zugewiesen und wurde die gesamt Wanderung über mit klassischen Wanderliedern wie „Monsta“ von Culcha Candela oder „Circle of Life“ aus König der Löwen beschallt. Joseph, der zwei bis drei mal die Woche zu den Wasserfällen hochsteigt, war die Anstrengung im Gegensatz zu uns nicht anzusehen. Bereits nach dreißig Minuten lief uns der Schweiß den gesamten Körper herunter. Dazu muss gesagt werden, dass eine Wanderung in Ghana nicht mit einer in Europa zu vergleichen ist. Es gibt keine gesicherten Wanderwege und teilweise wars auch eher mit klettern als wandern zu vergleichen. Alles in allem kann man sagen: Ich habe gelitten. Nichts desto trotz habe ich es (mit großer Hilfe der Oldenburgerinnen) bis nach oben geschafft und es hat sich wirklich gelohnt! Nach einem kurzen Bad unterm Wasserfall ging es dann klitschnass auf den Rückweg.
Weil die fünfstündige Wanderung am Vortag ja noch nicht genug war. ging es am nächsten Tag weiter auf den höchsten „Berg“ Ghanas. Ich setzte Berg beabsichtigt in Anführungszeichen, denn der höchste Punkt befindest sich in 885m Höhe. Dementsprechend waren wir in einer Stunde oben, ein Klacks im Vergleich zum Tag zuvor.
Wie der ein oder andere vielleicht mitbekommen hat wurde ich vor inzwischen über einem Monat mit Verdacht auf Malaria ins Krankenhaus eingeliefert. Der Schnelltest war glücklicherweise negativ, was die Ärzte jedoch nicht davon abhielt mir insgesamt drei Antibiotika zu verschreiben. Nach drei Tagen war mein Fieber dann so weit runtergegangen, dass ich wieder entlassen wurde. Da hatte ich wohl Glück im Unglück…












