Graduation

Diesen Samstag war es endlich soweit, die große Graduation Party stand an. Ganz nach ghanaeschen Verhältnissen ging es statt um 9 Uhr erst um 11 Uhr los. Auch ich habe mich inzwischen damit abgefunden, dass Zeiten eher als Richtlinien gelten und man auch als pünktlich gilt, wenn man 45 Minuten später kommt. Stattgefunden hat die Feier in der Kirche neben meiner Schule. Dementsprechend wurde zu Beginn ein kleiner Gottesdienst veranstaltet, bei dem fleißig gesungen und getanzt wurde. Das Tanzen hat sich auch weiter durch den Ablauf gezogen, denn zwischen den einzelnen Acts wurde immer wieder Musik eingespielt, bei der die Leute dann aufstanden und mittanzten. Bereits als Zweite war die sieben jährige Agnes dran, die wirklich einen guten Job gemacht hat. Leider kann ich keine Videos hochladen, habe ihren Auftritt allerdings gefilmt. Wenn jemand sich dafür interessiert, kann er mich gerne anschreiben. Ansonsten geht das Gedicht folgendermaßen:

Ein Fest für die „Royal International School“, wie fein. Ich wünsch dir ganz viel Sonnenschein. Ich wünsch dir lauter nette Gäste, denn du, „Royal International School“, bist die Beste!

Außerdem war ich letzte Woche zu Hause bei meiner Direktorin Rose. Ich denke mal, dass das Haus zu einem der „luxuriöseren“ gehört, denn insgesamt gibt neben dem Bad und der Küche noch vier weitere Räume, sodass sich nur die beiden Töchter Nanama und Obaapa ein Zimmer teilen und der Sohn Jeremiah sogar seinen eigenen Raum hat. Ansonsten gibts wenig Möbel und die Klamotten sind nicht ordentlich gefaltet im Schrank, sondern zusammengeknüllt in einem Koffer in der Ecke.

Da am Freitag der letzte Schultag war, habe ich jetzt bis Anfang September Ferien. Zwar beginnt in einer Woche die Sommerschule, jedoch wird nur ein kleiner Teil der Schüler anwesend sein. Am 5. August kommt die nächste Freiwillige. Wenn sie auch Lust hat, gehen wir denke ich mal ein wenig Reisen. Da es erst Im Dezember unerträglich heiß wird, kann ich mir gut vorstellen an den Strand zu fahren. Hier gibts aber auch viele Nationalparks mit Hängebrücken und Wasserfällen. Ansonsten steht auch noch die Planung für Aktivitäten im Jugendhaus an, sodass die sechs Wochen Ferien gut gefüllt sein müssten.

Hinterlasse einen Kommentar