Bruku, der Great God Rock, nach deren Legende der Felsen die Heimat des Gottes Bruku ist und noch heute gilt er als Wacher über das Kwahu-Hochland. Der Felsen scheint aus einem Hügel herauszuwachsen und nach dem Glauben der Einheimischen war er einmal noch größer als er es heute ist. Denn eines Tages aß ein Bauer in der Nähe des Hügels Wasseryam, deren Krümel von einer Ameise auf den Berg getragen wurden. Ohne zu wissen, dass der mächtige Gott allergisch gegen diese Art von Yam ist, brach die Spitze des Felsens als Folge ab.
Ohne Begleitung eines Einheimischen kann man den Felsen nicht besichtigen. Und wer mich kennt weiß, dass ich nicht der größte Wanderfreund bin. Aber als „wandern“ kann man unseren Auf- und Abstieg nicht wirklich bezeichnen. Neben den erschwerten Bedingungen durch die Hitze, musste unser Guide unseren Weg durch das Gestrüpp mit einer Machete freischlagen. Ich war natürlich so unpassend wie nur möglich in einem kurzen Jumpsuit bekleidet. Dementsprechend bin ich nicht nur mit gefühlten 20 Mückenstichen nach Hause gekommen, sondern mit unzähligen Schrammen und blauen Flecken. Aber all das habe ich in Kauf genommen für die wahnsinnige Aussicht! Bevor wir uns auf den Abstieg gemacht haben (bei dem wir alle geblutet haben, deshalb der Titel), stand eine Art Reinigungszeremonie an, bei der unser Guide Schnaps auf den Boden tropfte und irgendwas in Twi vor sich hinschwafelte.
Im Anschluss sind wir, für mich jetzt zum zweiten Mal, zum Volta-See und haben die selbe Bootstour gemacht. Meinen Sprung ins Wasser habe ich dann gleich auch zur Reinigung meiner „Wunden“ genutzt.
Am Sonntag sind wir in die Kirche von Portias Freundin mitgekommen. Um etwa 9:30 Uhr waren wir in der Kirche und haben diese erst gegen 13:30 Uhr wieder verlassen. Von diesen vier Stunden Gottesdienst wurden gefühlte fünf Minuten auf Englisch geredet, der Rest in Twi. Wenn ihr also das nächste Mal in die Kirche geht und euch eine Stunde schon zu lange ist, dann erinnert euch daran, dass ich mal vier Stunden in einem Gottesdienst war und davon nichts verstanden habe. Das besondere an dieser Kirche war, dass Männer und Frauen getrennt voneinander sitzen und die Frauen nur mit Kopfbedeckung am Service teilnehmen dürfen. So weit so gut. Als sich dann aber bei den Gebeten Leute auf den Boden schmissen und anfingen zu zucken und hin- und herzurollen, habe ich (ohne Witz) Gänsehaut bekommen. Was genau es damit auf sich hatte, habe ich nicht herausgefunden, aber spätestens hier stand fest, dass ich keinen Fuß mehr in diese Kirche setzen werde.







:-)..
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